Traditionen rund um Brautkleid & Co.

von Redaktion Traumhochzeit
Brautschuhe & Brautkleid

Ob Brautkleid, Brautschuhe oder Schleier, rund um die Kleidung der Braut gibt es etliche Hochzeitsbräuche, die dem jungen Paar eine glückliche Zukunft garantieren sollen.

Die Brautschuhe

Die Braut bezahlte früher in manchen Gegenden ihre Brautschuhe selbst von den Pfennigen, die sie während der Brautzeit zusammen gespart hatte. Wurde dann der Schuh beim Sammeln vorgezeigt, konnte man sehen, welchen Wert er hatte. Man schloss daraus auf Fleiß und Sparsamkeit der jungen Ehefrau. Außerdem sagte man, dass eine Braut, die ihre Schuhe selbst kauft, dem Bräutigam nicht wegläuft. Wer den Brauch - allerdings jetzt mit Cent - beibehalten will, sollte die Münzen vor dem Einkauf vielleicht bei der Bank rollieren lassen, um nicht den Unmut der Schuhverkäuferinnen zu wecken. Tipp: Es empfiehlt sich, schon etliche Monate vor dem Kauf mit dem Sammeln der Centstücke zu beginnen.

Ein Cent im Schuh am Tag der Hochzeit bedeutet, dass das Geld in der Ehe nie ausgeht. Traditionell wird die Münze im linken Schuh getragen. Der Brauch findet seinen Ursprung übrigens in der bekannten Tradition "Etwas Altes, etwas Neues, ..." (siehe unten), die im Original mit den Worten "und eine Silbermünze in Deinem Schuh" endet.

Auf der Feier später wird der Braut häufig, möglichst unbemerkt, ein Schuh abgenommen, um ihn dann spaßeshalber unter den Hochzeitsgästen zu versteigern. Die von den Gästen abgegebenen Geldgebote werden in den Schuh gelegt, bis dieser gefüllt ist und der Bräutigam den Schuh samt Inhalt ersteigert. Den Erlös dürfen Frischvermählten selbstverständlich behalten.

 

Das Kleid: Die Braut auf geheimer Mission

 

Ganz gleich, ob Sie zwei linke Hände haben oder eine Top-Designerin sind - für die Braut gilt: auf keinen Fall dürfen Sie ihr Kleid selbst nähen: "So viele Stiche, so viele Tränen", sagt man. Ausnahme: Der letzte Nadelstich, ausgeführt von der Braut, soll Glück bringen.

Eine Tradition, die sich seit Ewigkeiten hält besagt, dass der Bräutigam das Brautkleid erst bei der Hochzeit sehen darf. Platzt der Zukünftige doch während des Ankleidens ins Zimmer oder erhascht auf anderem Weg einen Blick auf seine Liebste und die Traumrobe, ist das für die meisten Frauen eine schiere Katastrophe. Erst recht, wenn er als einzige Reaktion ein müdes Schmunzeln zeigt und sagt: "Glaub doch nicht an solch einen Quatsch!" Autsch! Schon ist der erste Zoff da und der Brauch bzw. was man ihm nachsagt, hat sich bewahrheitet.

TraumHochzeit-Tipp

Bleiben Sie beide locker. Die Mythen um die vielen Hochzeitsbräuche sollen Ihren schönsten Tag spannend machen und Ihre Nervosität auf angenehme Weise steigern. Auf keinen Fall sollten Sie sich aber verrückt machen, falls etwas nicht so läuft wie geplant. Welche Anekdoten soll man sich später von einer Hochzeit erzählen, die völlig pannenfrei verlief?

 

Der Brautschleier

Der Brautschleier

 

Heute ein Mode-Accessoire, das der Braut etwas Geheimnisvolles verleiht, sollte der Schleier früher, genauer gesagt nach dem Glauben der alten Germanen, verhindern, dass böse Geister und Dämonen durch die Nasenlöcher der Braut dringen und so von ihr Besitz ergreifen.

Gleichzeitig war der Schleier das Sinnbild für Jungfräulichkeit, weshalb er auch erst nach der Trauzeremonie zurückgeschlagen werden durfte, damit Braut und Bräutigam ihre Liebe mit einem romantischen Kuss besiegeln konnten. An diesem Hochzeitsbrauch halten Paare bekanntlich bis heute und wahrscheinlich auch noch ganz lange in der Zukunft fest. Er ist ja auch zu schön...

 

Je später der Abend...

Ebenfalls von den Germanen stammt der Brauch des Schleiertanz um Mitternacht, wenn aus der jungfräulichen Braut eine Ehefrau geworden ist. Heutzutage praktiziert man ihn wie folgt: Die Braut tanzt zunächst alleine, um sie herum versammeln sich alle unverheirateten weiblichen Gäste, mit dem Ziel, ihr ein möglichst großes Stück des Schleiers zu entreißen, denn: Die Glückliche, die das größte Stück erwischt, kommt als nächstes unter die Haube.

Vier Dinge für die Braut

Aus dem englischen Raum stammt der Brauch, dass die Braut bei ihrer Hochzeit möglichst etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues tragen soll. Welche Accessoires hierfür jeweils gewählt werden, von wem sich die Braut etwas leiht und ob Sie ein blaues Strumpfband oder zum Beispiel einen blauen Schmuckstein wählt, spielt eigentlich keine Rolle, denn die Symbolik ist immer die Gleiche.

 

Die meisten Bräute entscheiden sich für folgende Dinge: Ein Schmuckstück der Mutter oder Großmutter symbolisiert das Alte, das Brautkleid ist etwas Neues, die Leihgabe kommt in der Regel von der Schwester oder der besten Freundin und - auch wenn es nicht sein muss - das blau verzierte Strumpfband ist das mit Abstand beliebteste Accessoire als Symbol für die Treue.

 

Sexy und vielseitig einsetzbar

Das blaue Strumpfband muss übrigens nicht erst in der Hochzeitsnacht, wenn Braut und Bräutigam alleine sind, zum Einsatz kommen, sondern kann zum Beispiel, genau wie der Brautschuh, versteigert werden. Wahrscheinlich eine der stimmungsvollsten Möglichkeiten, die Haushaltskasse aufzubessern. Doch Vorsicht: Die verführerische Art, einer alten Tradition neuen Schwung zu verleihen, kommt bei älteren Gästen nicht immer wie gewünscht an.

Blaues Strumpfband

Kategorie

Hochzeitsbräuche

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